Dr. Angelika Meißner

74586 Gründelhardt
Sonnenstraße 24
Tel.: 07959 / 925080


Die unsaubere Katze

Dies dient als kurzer, unvollständiger Überblick um Ihnen den Alltag mit Ihrer Katze zu erleichtern. Normalerweise haben wir Ihnen in einer speziellen Beratung bereits verschiedene Möglichkeiten ausführlich vorgestellt. Diese vielen Informationen sind natürlich schwer zu behalten. Deswegen möchten wir Ihnen eine Zusammenfassung als Erinnerungshilfe an die Hand geben.

  1. Bieten Sie Ihrer Katze noch weitere Rückzugsmöglichkeiten. Dies mag Ihre Wohnung nicht wirklich verschönern, gibt Ihrer Katze aber Sicherheit. Hängen Sie große Überwürfe über Tische oder Stühle. Stellen Sie Kartons auf, die als Höhlen dienen. Lassen Sie Schranktüren und Schubladen offen. Und: Lassen Sie immer einen Notausgang in ruhigere Ecken der Wohnung frei, falls Ihre Katze bei plötzlichem Besuch oder anderen Störungen schnell fliehen will.
  2. Sorgen Sie für noch mehr Auslastung im Katzenalltag. Überlegen Sie sich viele Spielideen und Spielsachen.  Diese nicht alle gleichzeitig und andauernd anbieten. So bleiben sie länger interessant. Sie können beispielsweise eine alte Röhre von eine Kücherolle oder Klorolle an den Enden verschließen. Dann die Röhre in der Mitte mit einem kleinen Löchlein versehen, durch das gerade ein Leckerle passt. Die Katze muss nun diese Röhre so lange bewegen, bis Futter herausfällt.
    Weitere Spielideen erhalten Sie gerne auf Anfrage in der Praxis.
  3. Sollte eine Katze Probleme mit einer anderen Katze im Haushalt haben oder an eine neue Katze gewöhnt werden, gibt es einen ungewöhnlichen, aber einfachen Trick:
    Streichen Sie mit einem Wattebausch am Unterkiefer Ihrer Katze entlang. Üben Sie dabei einen leichten Druck aus. Streichen Sie nun mit diesem Wattebausch über das Fell der anderen Katze. Sie übertragen dabei die persönlichen Markierungspheromone der einen Katze auf die andere.
    Pheromone sind Duftstoffe, die wir und die Tiere nicht bewusst wahrnehmen. Wohl aber unbewusst. Sie dienen der Katze als Markierung für ihr Revier. Übertragen Sie nun diese Stoffe auf die andere Katze, wird diese eher als Freund wahrgenommen.
  4. Außerdem kann man versuchen, das Schreckobjekt (andere Katze, Kleinkind) als positives Erlebnis einzuführen. Dies bedeutet, dass Sie in Anwesenheit des Schreckobjekts immer schönes und angenehmes mit Ihrer Katze machen. Dies können Streicheleinheit, Schmusestunden, Leckereien, Spielen oder anderes sein.
  5. Wichtig ist – unabhängig davon, ob es sich um markieren oder urinieren handelt – noch weitere Toiletten aufzustellen. Pro Katze im Haushalt ein Katzenklo plus ein weiteres zusätzlich. Diese möglichst ohne Deckel.
  6. Markierungsstellen, die nicht erwünscht sind, bitte mit Essigreiniger reinigen und danach dort Futter aufstellen. Zusätzlich kann es helfen auch dort mit dem Wattebausch die Gesichtspheromone zu verteilen, wenn der Essiggeruch verflogen ist.
  7. Wenn möglich eine legalisierte Markierungsstelle anbieten, das heißt eine Markierungsstelle erlauben. Damit dies für Sie erträglich wird, kann diese entsprechend präpariert werden. Stellen Sie dort ein Katzenklo auf. In das Katzenklo stellen Sie aufrecht mit leichter Schrägstellung eine Plexiglasscheibe (oder vergleichbares). Diese kann nun von der Katze als Markierungsstelle genutzt werden. Das Sekret läuft dann über die Schräge ab in das Katzenklo.
  8. Eventuell kann man diese Neuerungen mit leichten beruhigenden Tabletten unterstützen