Dr. Angelika Meißner

74586 Gründelhardt
Sonnenstraße 24
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Impfungen - Katze

Schutzimpfungen für Katzen

Ihr neuer Hausgenosse hat sich inzwischen hoffentlich gut bei Ihnen eingelebt. Dies ist der richtige Zeitpunkt zu überlegen, welchen Gefahren Ihre Katze ausgesetzt sein kann, und wie Sie Ihren lebhaften Gesellen davor schützen können. Sicher kann man nicht vor allen Gefahren schützen!
Aber auch bei Katzen gibt es einige Erkrankungen, vor denen eine Impfung ausreichend Schutz bieten kann. Je nach Lebensweise (Hauskatze oder Freigänger, Einzelhaltung oder Gruppenhaltung) werden für Ihre Katze bestimmte Impfungen sinnvoll sein. Wir beraten Sie gerne.

Feline Leukose:

Auslöser ist das Leukose-Virus. Es wird durch Kontakt mit anderen Katzen (Speichel, Blut), über die Fressnäpfe oder Katzentoiletten, im Mutterleib oder über die Milch übertragen. Der Virus befällt das Knochenmark
Die Erkrankung tritt in verschiedenen Formen zu Tage. Die akute Form verläuft tödlich. Im chronischen Fall kann es zu einer Schwächung des Abwehrsystems kommen. Die Katze ist dann sehr anfällig für eigentlich harmlose Infektionen, die dann ebenso tödlich enden können. Es kann aber auch zu tumorösen Erkrankungen führen. Die Infektion kann auch durch ein starkes Immunsystem überwunden werden.
Es besteht keine Gefahr für Menschen.
Da Leukose infizierte Katzen gesund aussehen können,  ist es wichtig vor einer ersten Impfung eine Test auf Leukose durchzuführen. Dabei wird Ihrer Katze in unserer Praxis etwas Blut genommen und der Test direkt im Anschluss durchgeführt. Nach 10 Minuten lesen wir dann das Ergebnis ab.
Für Katzen, die viel im Freien streunen und auch Kontakt mit anderen Katzen haben, ist eine Leukoseimpfung sicher ratsam!

Katzenschnupfen:

Es handelt sich um eine häufig auftretende Krankheit vor allem bei jungen Katzen. Auslösend ist in den meisten Fällen eine Infektion mit Rhinotrachetitis oder- Caliciviren. Es gibt aber noch weitere virale oder bakterielle Erreger. Die Infektion erfolgt durch Kontakt mit kranken oder gesund aussehenden infizierten Tieren (Tröpfcheninfektion). Auch bei Wohnungskatzen kann es zu einer Infektion kommen!
Meist beginnt die Krankheit harmlos als Schnupfen. Es kann aber häufig zu hohem Fieber, einem Absteigen in die Lunge oder offenen geschwürigen Stellen im Mund führen. Folge ist das die Tiere nicht mehr fressen. Es kommt deswegen häufiger als erwartet zu Todesfällen, wenn nicht rechtzeitig behandelt wird.
Die Impfung gegen Katzenschnupfen bietet zwar keinen hundertprozentigen Schutz, vermindert aber – ähnlich der Grippeimpfung bei Menschen -  die Gefährlichkeit der Krankheit.

Katzenseuche:

Auch hier ist ein Virus der auslösende Faktor. Dieses ist sehr widerstandsfähig und kann Jahre in der Außenwelt überleben. Übertragung erfolgt über Kontakt mit infizierten Tieren, aber auch hier kann der Besitzer das Virus mit hereinbringen (Wohnungskatzen!). 
Die Symptome treten meist plötzlich auf und sind unspezifisch. Die Tiere sind matt, teilnahmslos, haben hohes Fieber und fressen nicht. Später tritt massives Erbrechen und Durchfall auf. Dadurch können die Tiere austrocknen und rapide abbauen. Eine Behandlung kommt oft zu spät.

Tollwut:

Der Tollwut-Virus wird durch Biss von einem tollwutinfizierten Tier (meist Füchse) übertragen.
Die Erkrankung betrifft das Nervensystem des Tieres. Dadurch kommt es zu verschiedenen Veränderungen (auch des Wesens). Aggressivität, Ruhelosigkeit, Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen, Unfähigkeit zu Schlucken und Krämpfe können auftretend. Schließlich sterben die Tiere.

FIP-Infektion: 

Dieses Virus ist eigentlich ein Durchfallerreger, der sich in einer Darmzelle verändern kann und dann zur eigentlichen FIP-Erkrankung führen kann.
Die Übertragung erfolgt durch Kontakt mit infizierten Tieren oder auch durch Katzenklos o. ä. Meist infizieren sich die Tiere als Welpe. Zur Erkrankung kommt es aber erst meist bis zum Alter von 12 Monaten.                                 
Auch hier ist ein unspezifischer Krankheitsbeginn mit Bewegungsunlust, immer wieder mal auftretendem Fieber und vermindertem Appetit zu sehen. Später kommt es dann entweder zur feuchten FIP, die mit Flüssigkeitsansammlungen in den Körperhöhlen verbunden ist. Oder zur trockenen FIP, mit Veränderungen innerer Organe (auch des Gehirns) einhergeht. Die Krankheit ist kaum sicher zu diagnostizieren und eigentlich nicht behandelbar.
Die Impfung wird in die Nase getropft. Da man nie sicher sagen kann, ob die Katze nicht bereits infiziert ist, ist eine 100% sichere Impfung nicht möglich. Leider ist ein Test auf Infektion vergleichbar wie bei der Leukose nicht  möglich. Es ist jedoch der einzige uns zur Verfügung stehend Schutz gegen diese Erkrankung. Junge Katzen sollten deshalb geimpft werden, bevor sie Kontakt zu anderen Katzen haben.

Impfplan für Grundimmunisierung:

   8. Lebenswoche:  Katzenschnupfen, Katzenseuche (RCP)
 12. Lebenswoche:  Katzenschnupfen, Katzenseuche, Tollwut (RCPT)
 16. Lebenswoche:  Leukose, FIP
 19. Lebenswoche:  Leukose, FIP 

Nach dieser Grundimmunisierung ist eine jährliche Auffrischimpfung vorgesehen.

Grundsätzlich wird Ihre Katze von uns vor der Impfung untersucht. Denn nur von einer gesunden Katze wird eine Impfung gut vertragen und wird sicher einen Impfschutz aufgebaut.  Vor allem bei jungen Katzen ist es ratsam, einige Tage vor der Impfung eine Entwurmung durchzuführen.

Impfempfehlung für Katzen